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Von Heidi Sturm THEATER: Pfiffige Ideen bei der Umsetzung des Stücks „Das fliegende Klassenzimmer“ nötig Bericht der Allgemeinen Zeitung vom 4.7.2017 NEU-BAMBERG/FREI-LAUBERSHEIM - Am Freitag vor den großen Ferien laden die jungen Schauspieler der Grundschule Frei-Laubersheim traditionell zum Theaterabend ein. Jetzt präsentierte man mit dem „fliegenden Klassenzimmer“ vor vollem Haus in der Raugrafenhalle einen tolle Einstimmung auf die Urlaubszeit, in der sicher auch einige davon düsen und Orte besuchen, die sie schon aus dem Unterricht kennen. Die viel beklatschte Vorführung war nach Pünktchen und Anton sowie dem doppelten Lottchen bereits der dritte Klassiker von Erich Kästner. „Das Buch beinhaltet wichtige Werte, die heute mitunter nur noch schwer zu vermitteln sind“, beschrieb Schulleiterin und Regisseurin Anne Schweitzer diese Geschichte voller Abenteuer und Überraschungen, in der es auch um Stärken und Schwächen, Mut und Zivilcourage, Herausforderungen und Freundschaften geht. Ganz normale, also höchst unterschiedliche Kinder Die liebevoll skizzierten Charaktere haben aber auch mehr als 80 Jahre nach Erscheinen des Romans nichts an Aktualität verloren: Die Internatsschüler sind ganz normale Kinder, die unterschiedlicher kaum sein könnten und die – ebenso wie auch die anderen Akteure – in all ihren Facetten von den Schülern gekonnt dargestellt wurden. Martin (Paulina Gugau) ist arm, der ewig hungrige Matze (Mika Stock) ist stark, aber schlecht in der Schule und der kleine Uli (Felicia Langer) ist ein pfiffiger Kerl, der es satt hat, ängstlich zu sein. Direktorssohn Sebastian (Lena Schmitt) ist manchmal ein bisschen arrogant, und Klassensprecher Johnny Trotz (Tom Kaiser) ist ein kreativer Kopf, der gerade ein Theaterstück aufführen will. Thema: Eine Reise um die Welt, bei der der Unterricht zum Lokaltermin wird. Dann gibt es noch die Externen, die im Dauerstreit mit den Internatsschülern leben und geklaute Klassenarbeitshefte verbrennen. Mit dabei sind auch noch der sympathische Klassenlehrer Dr. Bökh (Leon Fricker) oder der „Nichtraucher“ (Emma Giss), ein Eremit, der in einem Eisenbahnwagen lebt und immer ein offenes Ohr für die Jugendlichen hat. Nach vielen Abenteuern, Verwicklungen und einer gelungenen Aufführung gibt es dann gleich mehrere „Happy ends“. Seit Anfang des Jahres hatte die Theater AG geprobt und sich als Einstimmung auch die verschiedenen Verfilmungen angeschaut. Mit dem Theaterstück orientierte man sich aber nicht an dem wohl bekanntesten Film mit Joachim Fuchsberger, sondern am damals populären Schwarz-Weiß-Film aus der Nachkriegszeit, in dem auch Erich Kästner selbst in einer kurzen Szene auftritt. Dies lässt darauf schließen, dass der Film so inszeniert wurde, wie es sich der Autor vorgestellt hatte. Die Umsetzung des Romans auf eine Bühnenversion war aber gar nicht so einfach – zum einen natürlich wegen des Umfangs und der vielen Schauplätze, zum anderen aber wegen der parallel laufenden Handlungsstränge und dem „Theaterstück im Theaterstück“. Da waren von der Regisseurin schon einige pfiffige Ideen gefragt. Mit Erzählern wurden Geschehnisse zusammengefasst und Szenen überbrückt, Schauplätze waren für fließenden Übergang an mehreren Stellen aufgebaut, und auf der Bühne selbst waren die Kulissen drehbar: So verwandelten sich Tafel und Landkarte auf den Stellwänden schnell in Wolken für die Himmelsszene mit Petrus, der stets an der gleichen Stelle mit seinem Text hängen bleibt. Liebevoll und kreativ waren die Bühnenbilder gestaltet: Hingucker war eine rund 100 Jahre alte „Frei-Laubersheimer Schulbank“, die heute noch als Museumsstück im Schulfoyer steht, ebenso nostalgisch auch ein geliehenes Klapppult oder die Landkarte, neben der aus dem Biounterricht ein Skelett grinste. Eine Mama hatte als Hintergrund den Nichtraucherwagen gemalt, die Tannenbäume davor hatte einst Anne Schweitzer als Leiterin eines Fastnachtvereins anfertigen lassen und auch schon für das Schultheater im Wald von Hotzenplotz, bei Schneewittchen oder am Eibsee vom doppelten Lottchen „gepflanzt“. NOCH MIT DABEI Schüler Egerland: Clara Hilgert; Der schöne Theodor und Fridolin: Leyla Kilic; Postbote, Wawerka, Verfolgungsstrahler: Jakob Krisch, Lehrer Kreuzkamm: Zoe Pickard, Martins Mutter, Rudi Kreuzkamm, Kästners Mutter: Lia Wohlleben, Erich Kästner: Mia Kreutzer, Mathilda Schweig, Verfolger-Schweinwerfer, Martins Vater: Felix Böhmer, Technik-Assistenz: Julius Schweitzer, Regie-Assistenz: Moritz Schweitzer, Technik: Dr. Peter Schweitzer, Hinter den Kulissen, Sektempfang: Hannah Rosenbusch, Felix Schweitzer, Eva-Maria Schmitt. Bewirtung: Förderverein.